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Highfield

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Day 1

Morgens, zu recht humaner Zeit (gegen 7 Uhr) aufgestanden, nochmal das wichtigste Material gecheckt und dann um kurz vor halb neun den David in Paderborn vom Bahnhof aufgegabelt um die 400-Kilometer-im-KIA-Tour zu beginnen. Die verlief dann auch ziemlich problemlos – abgesehen von meinem 100-in-der-80er-Zone-Blitzerlebnis…

In Großpösna angekommen, hatte der Regen, der uns schon den ganzen Tag verfolgt hatte, immer noch nicht aufgehört und wir haben erst mal einen Mickey D’s Zwischenstopp gemacht und vorsorglich Rückfahrtsprit nachgefüllt. Auf den Parkplatz kamen wir danach ziemlich schnell und ohne große verkehrstechnische Zwischenfälle (wie dem apokalyptischen Chaos, dass jedes Jahr am Ring herrscht), haben unsere Brocken im Auto verstaut gelassen und zunächst mal das Gelände auskundschaftet und uns (oder besser: ich mich) kurzfristig dazu entschieden mit dem Zelt Aufbau noch bis zum Ende des Regens zu warten. Also gab es stattdessen schon mal Bändchen (zwei Stück, wir wollten ja auf dem umweltfreundlichen Campingplatz wohnen) die ersten Bands:

cherri-bomb-car-sm1. Hoffmaestro – Totaler Müll, aber die alternativlos erste Band überhaupt. Wir sind nicht wirklich lange dageblieben…

2. Cherri Bomb – Überraschend coole Musik und durchaus (im wahrsten Sinne des Wortes) sehenswert (siehe auch Bild rechts)!

Dann kam die Klamotten-schlepp-und-Zeltaufbau-Phase, die uns auf den Green Camping Platz führte, gegen den der gewöhnliche Platz aussah wie das letzte Ghetto – ich gehe ab jetzt nur noch dahin! Das ganze artete ein wenig in Hektik aus weil ich unbedingt die Blood Red Shoes sehen wollte und es für deren Auftritt mit dem ganzen Rumgerenne, Geschleppe und Aufgebaue langsam ziemlich knapp wurde.

bloodredshoes01_jh123. Blood Red Shoes – Nachdem wir die ersten paar Minuten verpasst hatten war das eine der besten Shows des Wochenendes. Ich persönlich habe ja eine große Begeisterung für die Dame (wenn die Hayley nicht aufpasst und demnächst mal was cooles neues rausbringt verliert sie den Platz als Music-Girl No 1 bei mir – siehe Bildchen links)!

4. Mona – klingt eigentlich genau wie auf CD. Haben meinen Lieblingssong gespielt, der auch live mit Abstand der beste war – hat Spaß gemacht!

Essenspause! Erste Diskussion mit unseren Zeltnachbarinnen, die einfach mal keinen Schimmer von irgendwas hatten was Musik angeht – aber was will man erwarten, die kamen schließlich aus dem tiefsten Osten.

5. Flogging Molly – Sehr geile Stimmung im Publikum – ab der ersten Sekunde. Haben ne gute Show abgeliefert, die Sonne beim Untergehen begleitet und sogar ein paar weiße Tauben rumfliegen lassen – leider gabs kein “Too Youth”! Während der Show musste ich noch sonem Typen ein bisschen Benehmen beibringen der sich vordrängeln wollte. Hat es mehrmals versucht und immer “Ich will nur zu meiner Freundin” gesagt (die stand direkt vor mir. Nachdem ich ihn mehrfach daran gehindert hatte sich vor mich zu stellen und ihn darauf hingewiesen hatte dass er sich mit seiner Freundin auch woanders hinstellen könnte hat er es dann echt fertig gebracht sich über einen Umweg von der Seite durchzumogeln. Dafür musste ich ihm dann wehtun… schade für ihn!

6. Odd Future Wolfgang Kill Them All – Mega abgefahren! Keine Ahnung ob du je von denen gehört hast,odd-future-mar-15-2011-2-600-500x331-186x186 aber das ist ne Underground Rap-Truppe aus L.A., die gerade total gehypt werden. Die Typen halten sich alle gleichzeitig für den coolsten Motherfucker überhaupt, der Bass ist so heftig (und gleichzeitig eintönig), dass es schon echt weh tut und die benutzen das Wort “fuck” so was von dermaßen inflationär, dass es schon nichtmehr feierlich ist. Die haben dann von ihren 60 auch nur 38 Minuten genutzt, es war aber durchaus unterhaltsam!

Das war dann (mangels allgemeiner SEEED-Begeisterung) der Tagesabschluss Numero Uno nach dem es dann auch ziemlich zügig ins Zelt ging – wo ich noch stundenlang von David zu gelabert wurde!

Day 2

Erwacht in absolut perverser Zeltluft, nach draußen gestürmt und erstmal gefrühstückt, ein Bisschen in der Gegend rumgegammelt und schon mal von der Sonne vorwärmen lassen (meine Arme hatten am Ende des Wochenendes eine ziemlich angenehme Farbe). Der Bandtag war danach ziemlich zerstückelt und zugleich überlagerten sich auch noch sehenswerte Acts.

7. Cults – Highlight für David, ich fands ganz ok, umgehauen hats mich aber nicht wirklich. Ziemlich langweilig-introvertiertes Zeug.

8. Royal Rebublic – Ähnlich wie bei Mona, sehr CD-nah, gut anzuhören aber nichts besonderes.

9. Yellowcard – Das hat wirklich sehr viel Spaß gemacht. Die Setlist war genauso wie im März, nur das meine Begeisterung für “With You Around” diesemal um einiges höher war – mein Lieblingssong von deren neuen Album, hat sich aber erst kürzlich herauskristallisiert. Nach dem Song musste ich mich dann allerdings auch verabschieden…

10. Dendemann – Die ganze Band im Outfit von Vollproll-Ruhrpott-Asis (quasi Schalke-Fans) und er selbst natürlich die absolute Krönung des ganzen. Sehr spaßige Sache, aber leider auch hier ein Set ohne meinen Lieblingssong – kein Papierkrieg!

Hier dann die große Lücke zwischen viertel vor sechs und viertel vor zehn. In der Zeit lang ich vor dem Zelt auf meiner Isomatte, hab meine Podcasts gehört, geschmolzene Milka-Schokolade geschlürft und mich toasten lassen bis dann die “Can’t-Miss-WHOA-Mega-Band” Nummer 1 (von zweien) kam.

jared-leto-111. The Mighty Mighty Bosstones – Haben ziemlich genau eine Stunde gespielt, also gab es 60 Minuten lang kein Stillstehen. Beste Show des Festivals und vielleicht auch des ganzen Jahres bisher. Super cooles Publikum (kein schwachsinniges, unpassendes gemoshe, sondern nur “Tanzen” und ziemlich gute Laune. Richtig gut!

12. 30 Secods To Mars – Der Jerod halt… selbstdarstellerisch wie niemand sonst, aber ne gute Show. Viel Konfetti und riesige Wasserbälle, ein gelungener Tagesabschluss – außerdem Stand hinter uns ein Typ der sich nonstop über alles was der Jerod gemacht hat aufregt hat. Über wirklich alles. Und das hat er alles rausgekrächzt – war schon ziemlich heiser. Anderthalb Stunden lang, ziemlich krass!

Der Abend endete dann nach anstrengenden Tagesprogramm wie der erste…

Day 3

Der letzte Tag beginnt wie der zweite: Brüllende Hitze, keine Wolken, Sonnenbrand, schlecht geschlafen (inklusive Rückenschmerzen – der Boden war mega ekelhaft) aber ungetrübt guter Laune. Nach dem Frühstück wurden die Sachen gepackt und zum Auto transportiert – Zelt ist da geblieben, das ist durch (Zita meinte, das wäre mittlerweile 16 Jahre alt). Als dann alles gut verpackt war, ging es zur letzten Runde Bands (fast ununterbrochen – 12 Stunden lang!)

13. Twin Atlantic – Noch so eine live-klingt-genau-wie-nicht-live-Band. Habe die zum 4. Mal gesehen… nichts spannendes!

14. Bouncing Souls – Spaßig, eine von Dianas Lieblingsbands, aber wirklich warm werde ich mit denen wohl nie… zu sehr “Punk”!

15. Hot Water Music – Biran Fallons BFF Chuck Ragan mit seiner Band. Ziemlich cool, muss ich mal mehr hören. Live härter als ich gedacht habe…

16. Deftones – Auch Nummer 4 und nicht so gut wie bisher, aber immer noch wirklich gut. Highlight war “Minerva” für Chi (deren Bassist, der glaube ich immer noch im Koma liegt).

17. Jimmy Eat WorldMega gut. Super Setlist inklusive meinem Lieblingssong “Blister”, ein paar anderen cooleren älteren Songs wie “Lucky Denver Mint” und den besten Songs vom neuen Album. Abschluss mit “The Middle” und “Sweetness”! Alles tiptop – war das erste mal, wirds noch öfter für mich geben!

18. Boysetsfire: Super Show, ein Traum von einer Setlist und nach der Reunion auch mit sehr viel Spaß bei der Sache. Magst du die eigentlich? Hatte dir ja mal eine CD von denen geschenkt…

19. Rise Against – Schlechteste Setlist aller Zeiten, fast nur die letzten beiden Alben und ohne viele von den wirklich guten Songs… Band stürzt langsam wohl ab, weil zu groß… sehr Schade!

jaegermeister-hochsitz-bar20. Foo Fighters – Dave Grohl ist ja wohl einfach mal der wahrscheinlich coolste Typ überhaupt. Wie der davon spricht, dass er “These Days” möglichst emotional ansagen möchte, aber doch nur an den Jähermeisterkran denken kann… göttlich. Außerdem ist Deutschland das einzige Land in dem das Publikum “Wheels” mag und mitsingen kann. “Cold Day In The Sun” war mein Wochenendenlieblingssong. Die haben einfach mal zweieinhalb Stunden durchgespielt… also hat auch die zweite Can’t-Miss-WHOA-Mega-Band” nicht enttäuscht. Vor Jimmy Eat World Platz 2 des Wochenendes.

Gegen eins waren wir im KIA dann wieder vom Gelände runter und inklusive eines ausgedehnten McDonalds-Halts, zwei kurzen Ruhe-Phasen für mich (Schlaf kann man das kaum nennen) und dem Absetzten von David war ich um halb neun am Montagmorgen in Iserlohn…

Auch wenn einige Setlists auf Setlist.fm einen anderen Titel haben: Das sind auch die vom Highfield!

 
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Verfasst von - 19. August 2011 in Highfield

 
 
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